Der sechste Sinn

Der sechste Sinn

Entscheidung, Inspiration, Orientierung

Dieses Tool wird von sehr vielen renommierten Drehbuchautoren/innen als eine essenzielle Schreiberfahrung beschrieben. Es ist zum Beispiel auch der Hintergrund für das Phänomen, dass die Figuren ab einem bestimmten Punkt der Stoff-Durchdringung und Story-Entwicklung anfangen, ein Eigenleben zu führen. Sie scheinen gewissermaßen lebendig zu werden und eigene Forderungen zu stellen. Sie entfalten einen eigenen Willen, eine eigene Sprache. Jedoch wurde bislang wenig davon berichtet, auf welchem höheren Prinzip dieses Phänomen basiert. Im Volksmund wird es der sechste Sinn genannt wird. Andere nennen es göttliche Eingebung oder dichterische Inspiration oder die Arbeit mit dem Unterbewusstsein oder einfach das Schreiben „aus dem Bauch heraus“. Mit dem eigenen sechsten Sinn zu arbeiten, benötigt Erfahrung und Reflexion. Dieses Tool verfeinert sich am besten, indem man es anwendet.

Mehr zur kreativen Arbeit des Autors mit dem eigenen Unterbewusstsein in den zwei Interviews, die ich für das VeDRA-Fachmagazin WENDEPUNKT mit Keith Cunnigham(Wendepunkt, Juni 2013, Seite 4) und Jurgen Wolff (Wendepunkt, November 2013, Seite 16) geführt habe.

Nebenbei gesagt: Planting & Pay-off und sechster Sinn ergänzen sich ideal. Das Makro-Tool des sechsten Sinns gibt Überblick und Orientierung bei schwierigen Entscheidungen an den unzähligen Weggabelungen einer Story. Das Mikro-Tool Planting & Pay-off (in seiner erweiterten Neudefinition) sorgt für die konkrete Implementierung.